christiane hochbaum


Licht.
Der Sommer ist endgültig vorbei.
Noch halten ein wenig die Eindrücke von Wärme,
Licht und Farben der vergangenen Monate.
Wie lange? Was können wir für ein Weilchen festhalten?
Bilder, Andenken, ein paar Muscheln von einem Strand,
ein kleines Geschenk;
aber auch innere Bilder und Klänge
die in uns widerhallen und uns durch dunklere Wochen
und Monate tragen könnten.
In diesem Sinne sind die Arbeiten entstanden,
unter den Eindrücken der Sonne und der Farbigkeit,
der leisen Klänge der Umgebung.
Sie sind wie Begegnungen mit mir selber und lieben Menschen,
die mich begleitet haben,
die man beobachten konnte,
deren Gast man war.
Vielleicht werden viele von Ihnen und Euch
durch die Betrachtung des einen oder anderen Bildes
an eigene Geschichten und selbst erlebtes erinnert.
Vielleicht bekommt jemand Lust,
den Vesuv zu besteigen,
nach Rhodos zu reisen oder an den Weinbergen
von Saale und Unstrut zu wandern.
Ich jedenfalls – und sowieso.
Wir sind unser Leben lang auf die eine oder andere Weise unterwegs;
oft auf der Suche nach Licht,
Ermutigung, Hoffnung und Kraft.
Ob im Gespräch mit anderen oder auf tatsächlichen Reisen.
Wir sehen und hören wie Menschen in anderen Regionen hoffen,
suchen, glauben, leben und lebten
und manchmal können wir uns ein Stückchen
auf diese Wege mitnehmen lassen.
Wir wandern an einem Hochsommerabend zum Poseidontempel in Paestum,
auf die alte Burg Travnik in Bosnien,
die von einem Minarett gekrönt wird
oder entdecken das versteckte Kirchlein Heinrich des Seefahrers
an der portugiesischen Atlantikküste.
Atmen wir durch, hören auf den Klang der Natur,
öffnen die Augen,
sehen auf das Wunder des Lebens und die Schönheit dieser Erde.
Dazu brauchen wir kein Ticket,
jeder kann nach Lust und Laune durch die Bilder wandern und den eigenen Träumen folgen,
vielleicht entdeckt jemand den Garten seines Lebens.